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    2 Wochen Seychellen mit Kleinkind

    Wir waren mit unserer fast zweijährigen Tochter zwei Wochen lang auf den Seychellen. Jeweils eine Woche waren wir auf Mahé und auf La Digue. Die Organisation durch Seyvillas und die Betreuung vor Ort durch Creole Travel Services hat sehr gut und professionell geklappt.

    Auf Mahé waren wir im Fleur de Sel am Ortsrand von Anse Royale untergebracht. Die Ferienwohnung ist sehr geräumig und schön mit direktem Zugang zum Meer. Allerdings ist sie etwas außerhalb des Ortes gelegen. Da wir zeitweise die einzigen Feriengäste in der Anlage waren, kann man sich schon manchmal etwas einsam oder auch mulmig fühlen. Da sich die Touristen dezent auf den Ort verteilen, bewegt man sich vor allem unter Einheimischen und bekommt so auch einen ganz guten Eindruck vom Leben auf den Seychellen. Die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort sind gut, allerdings kann man generell die Auswahl und die Preise auf den Seychellen nicht mit denen in Europa vergleichen – da sehr viel importiert werden muss, sind die Preise entsprechend hoch und die Auswahl klein. Zum Essen können wir vor allem das „Kaz Kreol“ und das „Dauphin Heureux“ empfehlen.

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    Auf Mahé waren wir vor allem mit dem Bus unterwegs, was gut funktioniert, wenn man eine gewisse zeitliche Flexibiliät mitbringt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass viele Busse abends zwischen sechs und sieben und somit relativ früh ihren Betrieb einstellen.

    Für alle, die auch etwas über die Flora und Fauna der Seychellen erfahren wollen, können wir den Gewürzgarten "Jardin de Roi" uneingeschränkt empfehlen. Sowohl von der Lage, als auch von der Gestaltung hat er uns besser gefallen als der Botanische Garten in Victoria.

    ImageAnse Takamaka, Mahé

    Ebenfalls einen Ausflug wert ist der Takamaka Beach (problemlos mit dem Bus zu erreichen). Das Restaurant dort macht hervorragende Cocktails aus frischen Früchten, wenn auch nicht ganz billig.

    Auf La Digue war natürlich alles etwas kleiner und überschaubarer als auf Mahé. Die oft gelesene Aussage, dass man dort das „wirkliche“ Leben der Seychellen besser mitbekommt, können wir so nicht bestätigen. Uns kam alles viel touristischer vor als auf Mahé, durch die vielen Fahrräder fühlt man sich manchmal fast wie in einem dänischen Feriendorf. Das liegt aber auch daran, dass auf La Digue (wie auch sonst auf den Seychellen) alles sehr gepflegt und sauber ist und kaum – wie z.B. in vielen Mittelmeerländern – Müll herumliegt.

    ImageStrand auf La Digue

    Unsere Unterkunft auf La Digue war das Le Surmer, das uns noch etwas besser gefallen hat als das Fleur de Sel auf Mahé. Die Betreuung vor Ort durch das Hotelpersonal war um einiges intensiver und persönlicher als auf Mahé.

    Man kann auf La Digue sehr viele Ausflüge auch zu Fuß machen, wenn man nicht für die gesamte Zeit des Aufenthalts ein Fahrrad mieten will.

    Ein Aufstieg auf den höchsten Berg von La Digue, den Nid d'Aigle können wir wegen des schönen Weges und der guten Aussicht sehr empfehlen. Allerdings reicht es ggf. auch, bis zu dem Snack Bellevue zu laufen. Die Aussicht ist bereits von dort sehr schön, danach wird der Weg für die restlichen paar Höhenmeter deutlich schlechter und anstrengender.

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    Von La Digue aus fahren regelmäßig Fähren nach Praslin, so dass man problemlos einen Tagesausflug zum Vallée de Mai machen kann. Auch wenn in einigen botanischen Gärten ebenfalls die Coco de Mer wächst – nur dort kann man einen ganzen Wald von diesen urtümlichen Palmen bewundern.

    Für Familien mit Kleinkindern können wir die Seychellen weiterempfehlen, allerdings ist bei den vorhanden Straßen- und Wegverhältnissen ein Kinderwagen nur eingeschränkt sinnvoll. Wir hatten eine Trage dabei, mit der wir ohne größere Schwierigkeiten überall durchgekommen sind. Unsere Tochter war von den Stränden und von den vielen unterschiedlichen Tieren sehr angetan. Die Einheimischen sind grundsätzlich sehr kinderfreundlich, was das Reisen deutlich erleichtert. Zu schaffen machte unserer Tochter lediglich das feucht-schwüle Wetter und die Kombination von Sonne, Sand und Salzwasser sorgte bei ihr für Hautirritationen.

    Das Besondere für uns auf den Seychellen war die größtenteils unberührte Natur (wenige Meter nach dem letzten Haus fängt meistens gleich der Urwald an) mit jeder Menge endemisch vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Das meiste, was man dort sieht, kann man eben nur auf den Seychellen sehen. Den Riesenschildkröten begegnet man auf den Hauptinseln, allerdings hauptsächlich in Gehegen.

    ImageRiesenschildkröte auf La Digue

    Lediglich auf La Digue konnten wir auch ein paar frei lebende Exemplare bewundern.

    Die Strände sind tatsächlich meistens so menschenleer wie auf den Fotos der Reiseprospekte. Für dieses exklusive Erlebnis muss man dafür aber auch deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei den meisten anderen Reisezielen.

    ImageStrand auf La Digue

    Wir können jedoch sowohl die Seychellen als auch Seyvillas gerne weiterempfehlen.

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  • Image von Rudolf Ludwigsburg